Wenn der Datenverlust droht – als letzte Hilfe bei Datenverlust bleibt eine professionelle Datenrettung

11.Juni 2008

Selbst der konsequente Einsatz von regelmäßigen Backups ist keine Garantie und schützt nicht automatisch vor einem Datenverlust. Statistiken zu Folge sind Backups in mehr als 80 Prozent der Fälle von Datenverlusten nicht hilfreich, da bereits beschädigte Datenbestände mit gesichert werden. Dies fällt in der Regel vorher nicht auf, da das Backup augenscheinlich problemlos arbeitet. Ein Ausfall der primären Elemente zur Sicherung von Dateien kann ausschließlich physikalische Gründe haben, dabei ist schon ein Headcrash bei nur einer von mehreren miteinander gekoppelten Festplatten ausreichend. Eine oft vorkommende Ursache, die zu einem Datenverlust führen kann, ist eine Überhitzung und eine unzureichende Belüftung von Serverräumen, wodurch Prozessoren und Festplatten geschädigt werden können. Denn Überhitzung dehnt die Komponenten eines Laufwerks aus. Das hat zur Folge, dass die Lager nicht mehr richtig greifen, und die  Schreib/Leseköpfe ungleichmäßig die Disk-Oberfläche abtasten. Die richtige Justierung ist nicht mehr gewährleistet, eingeplante Spielräume beim Abfahren der Datenspuren werden überstrapaziert. Dadurch kommt es zu  Schreib- und/oder Lesefehler oder sogar zu einem Headcrash. Eine weitere Ursache, die zu einem Datenverlust führen kann und damit eine Datenrettung notwendig machen kann, ist das Vorkommen von Spannungsschwankungen oder Stromausfällen. Dabei hängen die Auswirkungen von diversen  Dingen ab, zum Beispiel vom Betriebs- und/oder vom Datensystem. Ein wichtiger Punkt ist zudem, welche Aktion im Moment des Versorgungsausfalls in Angriff genommen wurde. Einige Betriebssysteme besitzen automatische Scan-Funktionen und Reparatur-Software, die aber in den meisten Fällen unzureichend sind und den Datenverlust verschlimmern können, wodurch eine Datenrettung ungleich komplizierter werden kann. Selbst wenn man batteriebetriebene Vorsorgemaßnahmen eingebaut hat, ist damit keine absolute Sicherheit gewährleistet. Die Batterien bieten bloß für eine begrenzte Zeit eine Stromversorgung  und sind sowieso nicht von Nutzen, wenn nicht alle Komponenten damit abgesichert werden. Auch die so genannte elektrostatische Entladung ist eine Gefahr, die eine Datenrettung notwendig machen kann. Eine elektrostatische Entladung ist ein Stromimpuls, der durch eine Spannungsdifferenz ausgelöst werden kann. Lebewesen spüren die elektrostatische Entladung erst ab einem Wert von circa 3000 Volt, während bei elektronischen Geräten schon eine elektrostatische Entladung von nur 10 Volt ausreichen kann, um elektronische Komponenten in Mitleidenschaft zu ziehen. Die Auswirkungen einer elektrostatischen Entladung können in einigen Fällen erst Wochen oder Monate später wirksam werden. Ein weiterer Hauptgrund, der zu einem Datenverlust führen kann und eine Datenrettung notwendig werden lässt, sind Bedienungsfehler durch den User. Meist hilft im Endeffekt ausschließlich  eine professionelle Datenrettung, wobei statistisch gesehen über 80 Prozent der Datenrettungen erfolgreich durchgeführt werden  können. Wenn User zur Selbsthilfe greifen und dabei Fehler machen, die den Datenverlust verschlimmern oder irreparabel machen, ist die Lage meist dramatisch. Daher gehören Vorsorgemaßnahmen, um einen Ausfall zu verhindern, unbedingt zu einem Umgang mit EDV Komponenten dazu.

Artikel gespeichert unter: Datenrettung

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