Tagesarchiv für den 09. Dezember 2008

Datenrettung der Apollo – Mission

Auch wenn der Laie wohl das Gegenteil vermutet: Computer, die im Weltraum zum Einsatz kommen sind durchaus nicht die allerneusten technischen Highlights, sondern nicht selten wird betagte Technik in die modernsten Raumschiffe eingebaut. Das hat nicht nur mit Budgets, sondern auch mit Ausfallsicherheit zu tun. So ist diese bei bewährten Systemen deutlich geringer. Wie jeder Computernutzer weiß, steigt mit der Komplexität auch die Wahrscheinlichkeit von Fehlern.So ist die Hardware, die in der Sechziger Jahren bei der Mondmission zum Einsatz kam, aus heutiger Sicht geradezu museumsreif. Die Daten, die Apollo unterwegs sammelte, wurden auf ein Bandlaufwerk gespielt. Ein wichtiger Teil dieser Daten, die die Apollo – Astronauten sammeln konnten ging damals leider verloren. Daran war jedoch nicht etwas ein technischer Fehler, sondern ein Irrtum in der Verwaltung schuld, die diese Bänder falsch abgelegt hat. Genau diese Daten, die man nun wiedergefunden hat, sollen mit großem Aufwand wiederhergestellt werden.

Die Mondmissionen, insgesamt waren es vier, von denen drei auch auf dem Mond landeten, führten eine ganze Reihe von Experimenten durch. Unter anderem wurde auch so genannter Mondstaub gesammelt. Dies geschah mittels eines Detektors, den ein australischer Physiker entwickelt hatte. Die dabei gesammelten Daten füllen nicht weniger als einhundertdreiundsiebzig Bänder.  Diese Daten waren jedoch nicht von höchster Priorität, so dass sie zuerst einmal im Archiv verschwanden. Diese Archivierung wurde jedoch nicht sachgerecht durchgeführt. In der Folge wurden die Daten mit den Bändern vernichtet. Das wurde erst vor gerade zwei Jahren überhaupt bemerkt, als man sich wieder für Mondstaub zu interessieren begann. Es existieren Pläne für eine Mondstation, für deren Planung man die damals gesammelten Daten gut gebrauchen könnte. Leider sind sie jedoch nicht mehr lesbar.

Eine Kopie dieser Daten wurde jedoch zum Glück an einer amerikanischen Universität aufbewahrt, wo man sorgsamer mit dem kostbaren Material umging. Allerdings lassen sich auch diese Daten heute nicht mehr ohne weiteres auslesen.

Eine Datenrettungsfirma, die man mit der Datenwiederherstellung beauftragt hat, will nun mit einem Bandlaufwerk, das aus der Zeit der Mondmissionen stammt, die Daten auf den Bädern retten. Dieses Laufwerk steht im Augenblick in einem Museum, das es für diesen Zweck jedoch zur Verfügung stellen will. Es ist ja kein Zufall, dass diese Anlage im Museum steht; so benötigt man noch andere Mittel, um wieder an die Daten zu kommen. Sobald die Maschine einsatzbereit ist, rechnen die Datenretter etwa mit einer Woche, die es dauern wird, alle Daten auszulesen und auf moderne Datenträger zu speichern. 

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