Tagesarchiv für den 06. November 2008

Festplatte defekt – Datenrettungsmethoden

Eine Ursache für einen drohenden Datenverlust können Hardwarefehler an einem Bauteil des Computers sein. Dies verursacht für eine anstehende Datenrettung ein besonderes vorgelagertes Problem, nämlich überhaupt wieder auf den Datenträger zugreifen zu können. Um dies zu ermöglichen, muss zu aller erst ermittelt werden, welches Bauteil einen Defekt hat. In Betracht kommt zum Beispiel die Hauptplatine oder eines der anderen Geräte, die außer den Datenträger verbaut sein können, etwa Soundkarten oder dergleichen. Ist eines dieser Teile betroffen, so gestaltet sich eine Datenrettung einfach. Man muss lediglich die beschädigte Hardware ersetzen und das Problem ist schon gelöst. Der Selbsthilfe sind jedoch dann enge Grenzen gesetzt, wenn eine Überspannung des Netzteils den Schaden verursacht hat. Ob dies der Fall ist, lässt sich meistens schon am Geruch erkennen, den ein verschmortes Bauteil verströmt. Ist die Festplatte ebenfalls durch die Überspannung beschädigt worden, was sehr wahrscheinlich ist, da es sich um ein empfindliches Gerät handelt, kann nur noch eine professioneller Datenretter weiter helfen. Hat die Festplatte einen Hardwaredefekt, der auf andere Ursachen zurück zu führen ist und wird die Platte beim Booten noch erkannt, so kann man auf verschiedene Methoden zur Datenrettung zurückgreifen. Zuerst einmal muss man ermitteln, um welche Marke und welches Modell es sich bei der Festplatte handelt. Mit diesen Informationen kann man auf der Herstellerseite weitere Informationen abrufen. Oft wird dort auch Hilfe angeboten, zum Beispiel durch ein auf das spezielle Gerät abgestimmtes Diagnosetool. Bei der Gelegenheit kann man auch gleich, sofern noch Garantie auf dem Gerät ist, einen Umtausch veranlassen. Kann man mit Hilfe einer solchen Diagnose keinen Fehler ermitteln, kann möglicherweise spezialisierte Software weiterhelfen, die man kostenlos im Internet findet. Um nun die Daten von dem defekten Gerät zu retten, sollte man überlegt und schonend vorgehen. Je weniger die Festplatte in Betrieb genommen werden muss, desto unwahrscheinlicher wird es, dass noch größere Schäden entstehen, bevor man alles noch vorhandene gesichert hat.

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