Ein Datenretter sollte auch die Welt der Atome kennen
Atome sind die für uns wichtigsten Bausteine der Materie. Sind sind aber nicht unteilbar – „atomos” im Altgriechischen -, wie man bis vor gut hundert Jahren dachte, sondern bestehen ihrerseits aus Atomkernen und negativ geladenen Elektronen. Die Kerne wiederum sind aus positiv geladenen Protonen und ungeladenen Neutronen zusammengesetzt. Das sollte ein Datenretter wissen.
Heute kennt die Wissenschaft 118 Elemente, die sich nur in der Anzahl dieser drei Teilchen unterscheiden. Jedes Atom hat im Normalzustand ebenso viele Protonen wie negativ geladene Elektronen. Deren Ladungen heben sich also genau auf, so dass ein Atom als ganzes elektrisch neutral erscheint. Erst wenn man zur Elektronenhülle Elektronen hinzufügt oder wegnimmt, bleibt netto eine Ladung übrig: Positiv, wenn es mehr Protonen als Elektronen gibt, negativ im umgekehrten Fall. Diese Form der Atome nennt man Ionen. Auch das sollte ein Datenretter wissen.
Das einfachste Atom ist der Wasserstoff: Es besteht aus einem Proton und einem Neutron im Kern und einem Elektron drumherum. 98 Prozent der Materie im Weltall besteht daraus. Fügt man ein weiteres Proton und eine Elektron hinzu, erhält man das zweithäufigte Element im Universum, das Helium. Allerdings enthält sein Kern nun auch zwei Neutronen. Und zwar deshalb, damit die positiv geladenen Protonen sich nicht gegenseitig abstoßen, sondern auf kleinstem Raum nebeneinander existieren können. Neutronen sind gewissermaßen die Puffersubstanz, die verhindert, dass die Protonen eines Atomkerns auseinanderfliegen. Sauerstoff, das sechste Element hat sechs Protonen und Elektronen, Gold, die Nummer 78 des so genannten Periodensystems der Elemente, hat dementsprechend 78 Protonen und Elektronen – und so weiter bis zur Nr. 118, dem schwersten bislang bekannten Element, dem Ununoctium. Wichtig auch für einen Datenretter, auf jeden Fall ein Fakt.
Elektrischer Strom besteht nun aus Elektronen, die sich in einem Metall von Atom zu Atom bewegen. Die Energie, die in dieser Bewegung steckt, kann in andere Formen von Energie umgewandelt werden: in Licht wie im Wolframdraht einer herkömmlichen Glühbirne, in Wärme – weshalb eine Glühbirne nicht nur heiß, sondern auch hell ist -, aber auch in eine mechanische Bewegung, wie dies in einem Elektromotor der Fall ist. Interessanter Fakt für jeden Datenretter.
jetzt kommentieren? 17. Oktober 2008