Auf dem Gebiet der Datenrettung ist durch den technischen Fortschritt immer spezifischeres Fachwissen nötig, dass die Firmen, die sich beruflich mit der Datenrettung beschäftigen, an den Tag legen müssen, um eine Datenrettung erfolgreich gestalten zu können. Profis der Datenrettung unterscheiden zwischen mechanischen Fehler und logischen Fehlern. Wenn Datenverluste auf Grund von durch mechanischen Fehler auftreten, bedeutet das, dass die Festplatte elektronische-; Motor-, Lese-/Schreibkopffehler und ähnlich gelagerte andere Probleme aufweist. Als logische Fehler werden Datenverluste bezeichnet, bei denen die Festplatte allerdings ohne mechanische Problemen ist, zum Beispiel eine versehentliche Formatierung, Defekte durch Viren oder eine versehentliche Löschung von Verzeichnissen. Bei Lese-/ Schreibkopf Fehler liegt ein Datenverlust vor, wenn Komponenten des Lese-/Schreibkopfs beschädigt sind, wie zum Beispiel die Spulen oder weitere Bestandteile des Lese-/Schreibkopfes in Mitleidenschaft geraten sind. Auch auf Grund einer thermischen Überlastung können Datenverluste auftreten und eine Datenrettung notwendig machen. Zudem kann eine Datenrettung durch beschädigte Scheiben notwendig werden. Scheiben können defekt sein, wenn eine Verformung der Platten oder ein Verlust der magnetischen Eigenschaften der Scheiben vorliegt. Ein häufiger Fehler der Scheiben ist der so genannte Head Crash, bei dem eine Berührung der Lese-/Schreibköpfe an den Scheiben vorliegt. Es können ebenfalls Elektronikprobleme, die durch Spannungsänderungen oder durch einen Kurzschluss verursacht werden, dazu führen, dass man keinen Zugriff mehr auf seine Daten hat und eine Datenrettung einleiten muss. Nicht zuletzt darf man einen Grund nicht vergessen, der zu einer Datenrettung führt, und zwar „menschliches Versagen”, also Datenverluste, die durch einen Fehler des Users verursacht wurden.
02. Juli 2008
In letzter Zeit notieren Profis, die sich beruflich mit der Datenrettung beschäftigen, einen erhöhten Anteil von notwendig gewordenen Datenrettungen, die durch Hardwaredefekte bzw. defekten Festplatten verursacht werden. Das Problem bei einer Datenrettung, die durch einen Hardwaredefekt notwendig geworden ist, ist in der Regel der Umstand, erst einmal überhaupt auf die Daten Zugriff zu bekommen. Daher muss man im Rahmen einer Datenrettung erst einmal eruieren, welche Geräte von dem Defekt in Mitleidenschaft geraten sind. Wenn zum Beispiel die CPU, das Mainbord oder eine Peripherie Mitleidenschaft geraten ist, reicht es in der Regel aus, diese Komponenten zu ersetzen, so dass man wieder auf die Daten zugreifen kann. Wenn der Defekt aus einer Überspannung des Netzteils resultiert, ist meist der Einsatz einer professionellen Datenrettung notwendig. Eine Überspannung des Netzteils kann sich durch einen schmorenden Geruch offenbaren, auch sind in der Regel Verfärbungen oder Risse an den betroffenen ICs erkennbar. Daten auf Festplatten, die solcher Art betroffen sind, sind nur noch von Profis der Datenrettung zu recovern. Wenn die Festplatte an sich das beschädigt sein, diese aber trotzdem noch vom BIOS des PC erkannt wird, besteht Hoffnung, die Daten durch eine Datenrettung wieder herstellen zu können. Zuerst sollte man in diesem Fall heraus finden, von welchem Hersteller die Festplatte kommt und um welchen Gerätetyp es dabei geht. Ein Tipp: Über die Seriennummer kann man eventuell bestehende Garantieansprüche geltend machen. Die Seriennummer ist zumeist auf einem Aufkleber zu finden, der auf der Festplatte zu finden ist. Hat man diese Infos gesammelt, sollte man der Homepage des Herstellers einen Besuch abstatten, denn so gut wie alle Hersteller haben dort ein kostenloses Diagnoseprogramm positioniert. Moderne Festplatten besitzen eine Selbstdiagnosefunktion, die von diesen Tools abgefragt wird. Die Tools werden in der Regel mit Hilfe eines DOS von einer Diskette geladen und geben so genannte Fehlercodes aus. Wenn noch Garantieanspruch in Bezug auf die Festplatte besteht, kann man mit Hilfe des Fehlercodes sowie der Seriennummer im Anschuss per Telefon oder per E-Mail eine neue Festplatte vorab ordern. Anderenfalls muss man sich selbst um eine Ersatzplatte kümmern oder die Daten extern speichern (zum Beispiel auf CDs brennen) Wenn das Tool keinen Fehler finden kann, kann man versuchen, sich über ein „unabhängiges” Tool, von denen es eine Hülle und Fülle im Netz zu finden gibt, neue Erkenntnisse zu verschaffen: Doch Vorsicht: Der vorschnelle Einsatz solcher Tools kann auch dazu führen, dass eine Datenrettung im Anschluss verkompliziert wird bzw. unmöglich gemacht wird. Will man die Daten sichern, die sich auf einer Festplatte mit Teildefekten befinden, muss man unbedingt darauf achten, die Laufzeit der betroffenen Festplatte so kurz wie nur möglich zu gestalten, denn ansonsten können weitere Daten in Mitleidenschaft geraten und eine Datenrettung notwendig machen. Dies kann sogar dazu führen, dass während des Betriebs zerstörte Daten sehr oft auch von Profis, die sich bestens mit den Methoden und Schritten der Datenrettung auskennen, auch im Labor nicht mehr zu recovern sind. Das liegt an dem Umstand, dass die Oberfläche der Magnetplatten physikalisch zerstört wird. Wer her auf Nummer sicher gehen möchte, sollte Selbstversuche unterlassen und die Datenrettung Fachmännern überlassen. In vielen Fällen ist ein Datenverlust allerdings sukzessive, und aus diesem Grund ist eine Sicherung der verbliebenen Daten zeitkritisch, aber durchaus im Bereich des Möglichen.
02. Juli 2008